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Die Paul-Mintz-Gesellschaft ist eine unabhängige Gesellschaft mit Sitz in Berlin. Sie widmet sich der Förderung einer europäischen Rechtskultur durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Staaten Mittel- und Osteuropas. Sie unterstützt die studentische Aus- und Weiterbildung, vermittelt Stipendien, betreut Universitätspartnerschaften, fördert Forschungsvorhaben und Einzelpersonen und legt dabei besonderen Wert auf Kooperation mit der juristischen Praxis. Die Gesellschaft führt eigene Programme durch, berät und unterstützt aber auch Dritte und beteiligt sich an geeigneten, ihrem Satzungszweck entsprechenden Projekten. Ihre Partner sind Universitäten, Anwälte, Praktiker und staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen, zur Zeit vor allem in Georgien, Lettland, der Russischen Föderation und Ungarn. Die Paul-Mintz-Gesellschaft ist aus mehreren Projekten, Arbeitsgruppen und Organisationen hervorgegangen, die in den letzten zehn Jahren zusammen mit der Berliner Humboldt-Universität und Partnern in Mittel- und Osteuropa verschiedene akademische und juristisch-praktische Programme verwirklicht haben. Die Gesellschaft führt diese Projekte zusammen und will eine Plattform für weitere Vorhaben in Wissenschaft, Aus- und Fortbildung sowie der praktischen Zusammenarbeit zwischen Juristen der verschiedenen Partnerländer bilden. Die Paul-Mintz-Gesellschaft ist dabei dem geistigen Erbe ihres Namensgebers Professor Paul Mintz verpflichtet. Paul Mintz, Jurist im unabhängigen Lettland der 1920er Jahre, weltweit anerkannter Strafrechtler und bedeutender liberaler Staatsmann, wurde in Daugavpils (Lettland) geboren, war jüdischen Glaubens, studierte in St. Petersburg, publizierte auf Deutsch und Russisch und trat entschieden für den liberalen Rechtsstaat und die Aussöhnung der Völker ein. Sein Leben, aber auch sein Tod in der Deportation 1941 sind Beispiel und Mahnung für die Notwendigkeit einer europäischen Rechtskultur, die sich bei allen notwendigen und wertvollen Unterschieden auf ihre gemeinsamen Grundwerte stützt. |